Mittwoch, 3. November 2010

Man muss sich Beschäftigungen suchen, um nicht "verdummt zu werden"!

Die Erkenntnis hatte ich schon vor Jahren, aber sie bestätigt sich jeden Tag aufs Neue. Einige werden mich für verrückt erklären, wenn ich hier über meine Antiquitäten und Sammelleidenschaften schreibe, aber ich habe für mich glücklicherweise früh genug beschlossen, mir ein sinnvolles Hobby zu suchen, das mich interessiert, ansonsten besteht die Gefahr der Verdummung.

Man muss nur mal gegen die Mittagszeit den Fernseher anschalten und weiß, wo von ich spreche. Ich hab das gestern einfach mal gemacht, weil ich momentan mit einer leichten Grippe im Bett liege und meine Bücher leider ausgelesen habe.

Ich nennen es "Volksverdummung"! Besonders RTL ist mit seinen Shows, die teilweise immer dämlicher werden, bekannt dafür. Denn so wie ich es verstanden habe, soll nun ordentlich Kohle mit bereits Verstorbenen gemacht werden. Da war vor Kurzem schon der Skandal der "Abnehmshow", in der eine bereits Verstorbene Kandidatin gezeigt wurde. RTL entschuldigte sich in der letzten Sendung und sprach nochmals sein Beileid aus.

Doch nun gehts ja weiter: Die neue Show heißt "Das Medium". Uwe Bartschel, der ehemalige Miniserpräsident Schleswig-Holsteins, spricht zu uns. Allerdings aus dem Jenseits! Der ertrank nämlich im Jahre 1987 in einem Genfer Hotel auf misteriöse Art und Weise in der Badewanne. Die Barschel-Witwe Freya soll nun Kontakt zu ihrem Mann aufnehmen, an ihrer Seite Hellseherin Kim-Anne Janne.

Naja vielleicht verrät er ja, wie es zu seinem Tod gekommen ist. Vielleicht plauscht er auch nur über die Wassertemperatur...sie soll bereits Kontakt zu ihm aufgenommen haben, allerdings sind die Inhalte der "Unterhaltung" noch Geheimnisse.

Besonders amüsant fand ich Stefan Raabs Kommentar zu der neuen RTL-Show:

"'Das Medium' ist auch ein denkbar schlecht gewählter Titel. Medium ist für den RTL-Zuschauer erstmal eine T-Shirt-Größe. Man muss das nennen, wie alle anderen Sendungen bei RTL heißen! Zum Beispiel 'Exklusiv - das Leben der Superleichen'. Oder 'CSI Jenseits'. Oder 'Toter sucht Frau'."

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Leidenschaft: Ü-Ei

Ich muss von einer weiteren Leidenschaft von mir berichten. Das sind nicht nur Antiquitäten, sondern auch Sammelfiguren. Obwohl diese ab einem bestimmten Zeitpunkt auch schon als antik bezeichnet werden können. 
 So war ich am Wochenende auf einem Flohmarkt und habe eine von mir lang gesuchte Sammelfigur aus dem Ü-Ei gefunden. Ich wusste genau, wie viel diese Figur wert ist, glücklicherweise wusste es der Händler nicht. Ich hätte wahrscheinlich ein kleines Vermögen dafür gezahlt, hätte er wirklich Ahnung davon gehabt. Aber für "Nicht-Sammler" ist das auch eher weniger interessant. Meine neu erworbene Figur ist im gewissen Sinne schon antik, da sie aus einer älteren Serie stammt und zudem hat sie noch einen Fehldruck.

Mein Ü-Ei-Depot ist jedenfalls riesig und für einen Sammler wahrscheinlich ein wahres Paradies. Das bedarf alles aber auch einer gewissen Pflege. Früher hatte ich die Figuren im Regal zu stehen, heute habe ich sie natürlich alle in Sammlerkästen eingeordnet. Anderenfalls hätte meine Frau einen Nervenzusammenbruch erlitten, die mich nämlich immer tatkräftig bei der Säuberung unterstützt hat.
Einige werthaltige Figuren konnte ich auch in meinem Antiquariat verkaufen, da ich mal eine große Anzeige in unserer Tageszeitung schalten konnte.

Mittlerweile habe ich der Sammlerei den Rücken zugewandt. Ich hätte ansonsten wahrscheinlich ein extra Raum anmieten müssen und dafür habe ich keine Zeit mehr. Zum Verkauf biete ich meine Sammlerstücke allerdings

Freitag, 15. Oktober 2010

Bücherwurm im Antiquariat

Unter meinen Verkaufsobjekten sind natürlich auch zahlreiche Bücher aus den verschiedensten Zeiten. Eines habe ich mir letztens erstmal selbst beiseite genommen, um es zu lesen. Eine ältere Dame kam in mein Geschäft und wollte es mir zum Weiterverkauf verkaufen.
Ich spreche von dem Buch: "Das Ei und ich" von Betty MacDonald - eine Autobiographie aus dem Jahre 1945. Es ist das erste von drei Bänden und ein absolutes Kultbuch in 300 Seiten. Trotzdem es schon über 60 Jahre alt ist, funktioniert es noch heute. 


Betty wurde immer erzählt, dass es das wichtigste im Leben sei, einen Mann in seiner Arbeit glücklich zu machen. Schließlich heiratet sie einen Mann aus der Versicherungsbranche - einen Versicherungsvertreter - der unbedingt eine Hühnerfarm haben möchte. Nachdem sie dann einen heruntergekommenen Betrieb irgendwo im Niemandsland gekauft haben, berichtet sie vom Leben auf dem Lande. Denn als Stadtkind ist das wie in einer anderen Welt. Für solch ein Landleben musste sie den "Luxus" der Stadt aufgeben.


Gut, mehr möchte ich eigentlich auch erstmal nicht verraten. Ich musste über einige zwischenmenschliche Wahrheiten, die sie in dem Buch schildert, schmunzeln und kann das Buch an alle "Antiquariat-Leser" und auch "Belletristik-Liebhaber" empfehlen!

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Kunst und Krempel...

..so nennen es die Leute! Doch für mich ist es ein bisschen mehr: meine Antiquitäten.
Schon als kleiner Junge habe ich mich für alte Sachen interessiert. Bei meinem Opa im Schuppen habe ich nach verstaubten Büchern, alten Fernsehern oder Schallplatten gesucht.

Mein Hobby habe ich nun zum Beruf gemacht und bin damit eigentlich auch sehr erfolgreich. Ich habe viele Stammkunden und bereits auch bei diversen Auktionen mitgemacht - natürlich nicht als Käufer, sondern als Händler. Obwohl ich als Käufer auch schon oft solche Veranstaltungen besucht habe und das ein oder andere Schmuckstück gekauft habe.
Die meisten davon habe ich allerdings wieder verkauft - für einen sehr guten Wert ;-)

Warum müssen es denn auch immer Aktien sein. Antiquitäten sind die schönsten undbeständigsten Wertanlagen. Ich besitze Dinge aus den verschiedensten Epochen, da wird noch so manch einer staunen!
Unsere Branche unterliegt immer mehr Veränderungen. Die meisten Händler, die Stücke von der "Antike bis zur Moderne" besitzen, ziehen sich zurück. Die Lücken, die dann entstehen, muss man nutzen.

Ich kann verstehen, dass sich viele Leute, insbesondere junge Menschen, für solch einen "Krempel" nicht interessieren. Sie besuchen lieber große Möbelhäuser wie IKEA und decken sich dort mit den Modernsten Möbelstücken für ihr neues Luxushaus ein. Doch Luxus können auch antike Möbelstücke sein, dafür muss man jedoch erst ein Gespür für entwickeln.